Sarah Maria Sander

Mein Name ist Sarah Maria Sander. Ich bin freie Journalistin und Filmemacherin, die aus und über Israel berichtet und sich für den jüdischen Staat einsetzt. Aufgewachsen in Deutschland, zu Hause in Berlin.

Alle Informationen zu mir und meiner bisherigen Arbeit in Israel findet ihr auf meiner Website: sarahmariasander.com

Kontakt: info@sarahmariasander.com


Sarah Maria Sander

Was für ein wunderschöner Abend dieses Konzert in Berlin im April war. Danke an alle, die damals gekommen sind. ❤️

Diese jiddischen Lieder zum Leben zu erwecken und den Geschichten und Menschen, die sie einst geschrieben haben, wieder eine Stimme zu geben, ist für mich ein großes Geschenk. Etwas, dem ich mit viel Demut, Dankbarkeit und Respekt begegne.

Mein größter Dank gilt natürlich ‪@MarchofLife‬ (Für alle, die sie noch nicht kennen: Marsch des Lebens ist eine internationale Bewegung gegen Antisemitismus und für die Erinnerung an die Schoah; durch Märsche, Veranstaltungen und Begegnungen setzen sich Menschen weltweit dafür ein, Verantwortung aus der Geschichte sichtbar zu machen und solidarisch an der Seite des jüdischen Volkes und Israels zu stehen) die ich mittlerweile meine engen Freunde nennen darf, sowie dem unglaublich talentierten Bar Zemach und der wundervollen Beersheva Band!

Aber vor allem gilt der Dank EUCH.

So viele Menschen sind zu unserem Gesprächskonzert „Erinnern verpflichtet!“ gekommen - obwohl alles sehr kurzfristig und spontan organisiert war und ursprünglich eher als eine Art Pilotprojekt gedacht war.

Jetzt, da wir gesehen haben, wie groß das Interesse und die Sehnsucht nach solchen Abenden sind, arbeiten wir mit Hochdruck daran, ein Programm zu entwickeln, damit wir diese besonderen Begegnungen künftig öfter - und nicht nur in Berlin - stattfinden lassen können.

Musik. Gesang. Gespräch. Diskussion. Austausch. Traurig, fröhlich, nachdenklich und gleichzeitig voller Leben und Lebensfreude.

Es war einzigartig. ❤️

2 weeks ago | [YT] | 2,931

Sarah Maria Sander

Chag Pessach kascher we sameach an alle jüdischen Freunde! Einige Tage verbringe ich gerade in der Natur, um Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen. ❤️

1 month ago | [YT] | 3,282

Sarah Maria Sander

Ich werde es immer wieder sagen: Das iranische Volk und das jüdische Volk sind tief miteinander verbunden. Selbst Jahrzehnte von Terror und ein aufgezwungenes islamistisches Regime konnten das Band zwischen den Völkern nicht zerreißen. Im Gegenteil.

Heute stehen die Menschen in Israel und Juden in der Diaspora an der Seite der Iraner: derer, die im Iran und überall auf der Welt für ein freies Leben demonstrieren. Die dafür kämpfen, dass ihr Land von dieser Fremdherrschaft befreit wird, die die Bevölkerung seit über 47 Jahren wie Geiseln hält.

Pajandeh Iran.
Am Israel Chai.

(Fotos: Alon David / aufgenommen am 14.03.2026 in Berlin)

2 months ago | [YT] | 3,415

Sarah Maria Sander

Heute vor 23 Jahren ist mein Papa nach einer schweren Krebserkrankung gestorben. Ich denke an ihn und vermisse ihn jeden Tag.

Das letzte Foto, das bin ich. Das Foto hat er gemacht. Manchmal stelle ich mir vor, er blickt auf mich, so wie damals, als er die Kamera gehoben hat. Wie er mich durch die Linse ansieht, ruhig, aufmerksam. Und dabei leise lächelt.

Meine Mama hat mich nach seinem Tod alleine großgezogen, sie ist die wundervollste Mama auf der Welt, die ich über alles liebe.

Ich spüre aber auch immer die Kraft von Papa, die mich trägt, und seine Liebe, immer und überall. Und ich hoffe, dass ich durch mein Leben etwas weitertragen kann von dem, was er durch seinen viel zu frühen Tod nicht mehr leben durfte. Dass etwas von ihm in mir weitergeht. In meinen Entscheidungen. Auf meinem Lebensweg. In meinem Herzen. ❤️

2 months ago | [YT] | 2,753

Sarah Maria Sander

Ein ukrainischer Skeleton-Athlet fährt bei Olympia mit einem Helm, auf dem die Gesichter gefallener ukrainischer Sportler zu sehen sind Olympioniken, Medaillengewinner, Kollegen. Kein Slogan. Keine Parole. Nur Erinnerung. Nur Ehre.

Das IOC sagt: Politik habe im Sport keinen Platz. Und disqualifizierte ihn.

Doch was ist politisch?

Ist das Gedenken an getötete Olympioniken eine „politische Botschaft“ oder Teil des olympischen Gedächtnisses selbst?

Während diese Erinnerung untersagt wird, darf ein Staat weiterhin unter seiner Flagge einlaufen, auch dann, wenn diese Flagge untrennbar mit Terror, Gewalt und aktueller politischer Realität verbunden ist. Die Flagge der Islamischen Republik Iran ist kein neutrales Symbol im luftleeren Raum. Auch sie trägt politische Bedeutung.

Vladyslav Heraskevych wusste, was es ihn kosten kann. Er galt als Medaillenhoffnung. Und entschied sich dennoch für seine Prinzipien statt Platzierung.

Ich stehe an seiner Seite.

2 months ago | [YT] | 2,180

Sarah Maria Sander

Heute wurde der Körper von Ran Gvili nach Israel zurückgebracht. Und zum ersten Mal seit 2014 werden in Gaza keine israelischen Geiseln mehr festgehalten.

Ran Gvili wurde am 7. Oktober 2023 getötet. Sein Körper wurde nach Gaza verschleppt. 843 Tage lang war dieser Körper Verhandlungsmasse in den Händen von Terroristen. Jetzt kann er beigesetzt werden. Jetzt bekommt Trauer wieder einen Ort. Jetzt kann seine Familie sich endlich von ihm verabschieden. Und eine Gesellschaft, die seit über zwei Jahren zwischen Hoffnung und Erstarrung lebt, kann für einen Moment ausatmen.

Der 7. Oktober 2023 war der tödlichste Tag für Juden seit dem Holocaust. Rund 1.200 Ermordete, 251 Entführte. Entführungen war keine Begleiterscheinung, kein Kollateralschaden eines Krieges, sondern Methode. Menschen als Ware, verzweifelte Familien als Druckmittel, Körper als Verhandlungsmasse. In dieser Logik steckt nicht nur Brutalität, sondern Programm. Eine islamistische Terrororganisation, deren Gründungscharta von Vernichtungsfantasien gegen Juden durchzogen ist.

Ein Staat ist ohne seine Verschleppten nicht vollständig. Und eine Gesellschaft, die sich an das Verschleppen seiner Bürger gewöhnt, verliert etwas Grundlegendes. Jedes „Wir verhandeln später“ heißt im Innersten, wir üben uns im Ertragen des Unerträglichen. Heute endet diese Geisel Realitat in Gaza. Zum ersten Mal seit 2014.

Man darf nie vergessen, wer dieses Massaker begonnen hat und wie dieser Krieg entfesselt wurde: Die Hamas, ihre Täter, ihre Mitläufer, ihre Rechtfertiger, ihre Finanziers, ihre Propagandisten.

Ein tragfähiger Frieden, sicher und langfristig, kann nur dort wachsen, wo der Gazastreifen von der Hamas befreit wird. Von ihrer Gewalt, von ihrer Ideologie, von ihrer Indoktrination, die Kindern beibringt, dass Judenmord Ruhm sei und Entführung Ehre. Solange diese Logik herrscht, ist jedes Abkommen nur Aufschub auf Zeit. Und jede Waffenruhe nur das Vorspiel des nächsten Terrorangriffs.

4 months ago | [YT] | 3,118

Sarah Maria Sander

Alle Infos zu der Veranstaltung und Anmeldung hier: www.digberlin.de/veranstaltung/sarah-maria-sander-…

4 months ago | [YT] | 787

Sarah Maria Sander

Heute wäre Kfir Bibas drei Jahre alt geworden. Entführt nach Gaza wurde er zusammen mit seiner Mutter Shiri und seinem Bruder Ariel direkt aus ihrem Haus im Kibbuz Nir Oz - da war er gerade zehn Monate alt. Dort wurde er ermordet. Zurück nach Israel kam er zwei Jahre später in einem Sarg.

Sein Vater Yarden Bibas ist der Einzige aus der Familie, der die Hölle von Gaza überlebt hat und befreit wurde. Er muss nun mit diesem Verlust irgendwie weiterleben.

Yarden schrieb heute in einem Post:

„Kfir, es tut mir leid, dass ich dich in so eine grausame Welt gebracht habe. Ich hoffe, du weißt, wie sehr ich dich liebe und wie sehr du mir fehlst. Ich bin sicher, Mama, Ariel und Tonto feiern mit dir im Himmel. Ich bin sicher, Mama macht dir den bestmöglichen und fröhlichsten Geburtstag, genau so, wie sie es kann. Ich liebe dich mehr als alles auf der Welt - für immer.“

Manchmal raubt der Schmerz alle Worte.
Es bleibt nur Gebet.

4 months ago | [YT] | 2,261

Sarah Maria Sander

Es war mir eine besondere Ehre, auf persönliche Einladung von Seiner Exzellenz Nasimi Aghayev, Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, die künstlerische Gestaltung einer szenischen Lesung im Rahmen der Buchpräsentation „Der hohe Wert der Menschlichkeit“ des Schriftstellers Mir Dschälal zu übernehmen. Ich durfte das Ensemble zusammenstellen und gemeinsam mit wunderbaren Musikern eine literarisch-musikalische Interpretation entwickeln. Der Sammelband mit zwanzig Erzählungen des renommierten aserbaidschanischen Schriftstellers liegt erstmal in deutscher Übersetzung vor.

Die feierliche Präsentation fand am 27. November 2025 im Aserbaidschanischen Kulturzentrum in Berlin statt. Unter den Gästen befanden sich Mitglieder des Deutschen Bundestages, Diplomaten, Wissenschaftler sowie Vertreter der deutschen Kultur- und Literaturszene und jüdischen Gemeiden.

Diese Lesung war jedoch weit mehr als eine literarische Veranstaltung. Sie stand exemplarisch für das, wofür Aserbaidschan seit Jahrhunderten steht: ein muslimisch geprägtes Land, in dem jüdisches Leben tief verwurzelt ist und als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft gelebt wird. Dieses Miteinander ist keine symbolische Geste, sondern Ausdruck eines kulturellen Selbstverständnisses, das auf Respekt, Verantwortung und Dialog beruht.

Für mich hatte dieser Abend auch eine zutiefst persönliche Dimension. Meine eigenen familiären Wurzeln väterlicherseits reichen nach Aserbaidschan. Umso bedeutungsvoller war es, an diesem Ort einen Dialog zwischen Kulturen, Religionen und Generationen mitzugestalten und sichtbar zu machen, dass friedliches Zusammenleben nicht nur möglich ist, sondern aktiv gelebt werden kann, wenn man sich bewusst dafür entscheidet. Auch zu Israel hält das Land gute Beziehungen. Gerade in einer Zeit wachsender Polarisierung erinnert uns ein solcher Abend daran, dass kulturelles Erbe und friedlicher Dialog nicht nur bewahrt, sondern als hohes demokratisches Gut verstanden und verteidigt werden müssen. 🇦🇿 🇩🇪

Mein besonderer Dank gilt der Botschaft für ihr Vertrauen und meinen wunderbaren Schauspiel-Kollegen Elisabeth Degen und Tamer Tahan, sowie den Musikern unter der Leitung von Tural Ismayilov.

5 months ago (edited) | [YT] | 1,847

Sarah Maria Sander

Viele Juden leben seit dem 7. Oktober nicht einfach nur unter Stress. Sie spüren - verstärkt durch gesellschaftliche Reaktionen von Gleichgültigkeit über berufliche und soziale Ausgrenzung bis hin zu Relativierung der Geschehnisse und Dämonisierung Israels - die körperlichen Folgen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.

Komplexe PTBS entsteht, wenn Traumata wiederholt auftreten oder die Gewalt direkt die eigene Identität trifft. Der 7. Oktober war gezielte Gewalt gegen Juden, weil sie Juden sind. Solche identitätsbezogenen Traumata sitzen tief, wirken unmittelbar in Körper und Psyche und öffnen Wunden, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden - besonders das Gefühl, in dieser Welt nicht sicher zu sein.

Juden weltweit spürten diese Erschütterung, selbst weit entfernt vom Ort des Angriffs. Wenn ein ganzes Volk betroffen ist, entsteht kollektives Trauma. Und dieses Trauma endete nicht an diesem Tag. Es setzt sich fort – oft unsichtbar für die Welt.

Dabei müsste es nicht zu einer schweren komplexen PTBS kommen. Doch viele Traumata werden erst durch das soziale und berufliche Umfeld ausgelöst oder vertieft: durch Antisemitismus (je subtiler und verschleierter, desto gefährlicher, weil Manipulation und Gaslighting das Selbstbild destabilisieren und eine Täter-Opfer-Umkehr begünstigen), durch allgegenwärtigen, offen gezeigten Israel-Hass, der in alle gesellschaftlichen Bereiche hineinwirkt, durch Ausgrenzung, Diskriminierung und Isolation im sozialen und beruflichen Umfeld.

All das wirkt wie ein permanenter Trigger und macht Heilung unendlich viel schwerer.

5 months ago | [YT] | 2,784