Die italienische Wochenzeitung L’Espresso hat die Gewalt illegaler israelischer Siedler im besetzten Westjordanland auf ihre Titelseite gehoben – und damit bei pro-israelischen Stimmen für Aufruhr gesorgt.
Das Cover der Ausgabe vom Freitag zeigt einen bewaffneten israelischen Siedler in Militäruniform, der eine verzweifelte palästinensische Frau filmt. Die Ausgabe trägt den Titel „L’abuso“ (auf Deutsch: „Der Missbrauch“). Laut dem Magazin handelt es sich dabei um Aufnahmen von Oktober 2025. Das Bild zeige, wie illegale israelische Siedler während der Olivenernte palästinensische Dorfbewohner schikanierten. Unter dem Bild steht als Erklärung: „Die zionistische Rechte formt Groß-Israel“. Nur einen Tag vor der Veröffentlichung des Magazins hatte Israels Finanzminister Bezalel Smotrich einen Expansionsplan für „Groß-Israel“ angekündigt.
Kritik an dem Titelbild kam daraufhin von Israels Botschafter in Italien, Jonathan Peled. Er verurteilte die Darstellung und warf der Wochenzeitschrift eine Verzerrung der Realität vor.
Die Beziehungen zwischen Israel und Italien sind bereits belastet. Rom hatte vor einigen Wochen den israelischen Botschafter einbestellt, nachdem Israel Kardinal Pierbattista Pizzaballa den Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem für Palmsonntag verweigert hatte.
L’Espresso ist Italiens älteste noch erscheinende politische und kulturelle Wochenzeitschrift, gegründet 1955. Seit Oktober 2023 vertritt sie eine kritische redaktionelle Haltung gegenüber der israelischen Regierung.
Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich wettert gegen die Kritik des Bundeskanzlers Friedrich Merz an den israelischen Landraub-Plänen im Westjordanland. Merz solle sich stattdessen „tausendmal im Namen Deutschlands entschuldigen“, so Smotrich am Montag auf der Online-Plattform X. Er spielte dabei auf den Holocaust-Gedenktag am 14. April in Israel an.
Merz hatte kurz zuvor auf X über sein Telefongespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu informiert. „Ich bin zutiefst besorgt über die Entwicklungen in den palästinensischen Gebieten. In meinem Telefonat mit Ministerpräsident @netanyahu habe ich deutlich gemacht: Es darf keine De-facto-Annexion des Westjordanlands geben“, so Merz.
Smotrich forderte hingegen: „Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags sollte der deutsche Bundeskanzler sein Haupt neigen (...).“ Man werde „keine Anweisungen von heuchlerischen Führern in Europa akzeptieren, einem Kontinent, der erneut sein Gewissen und seine Fähigkeit verliert, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden“.
Die Zeiten, in denen Deutsche den Juden vorschrieben, wo sie leben durften und wo nicht, seien vorbei, betonte Smotrich und sprach von einer „Rückkehr ins Land Israel – unsere biblische und historische Heimat“. Dafür gebe es keine Entschuldigung.
Die Knesset hatte Gesetzentwürfe gebilligt, die die Anwendung israelischen Rechts im besetzten Westjordanland vorsehen. Experten sprechen von einer schleichenden Annexion – auch aufgrund der Übertragung von Verwaltungsbefugnissen von Militärs auf zivile Ministerien.
Israels Sicherheitskabinett genehmigte zuletzt 34 weitere illegale Siedlungen und Außenposten im besetzten Westjordanland. Medienberichten zufolge erfolgte die Genehmigung bereits im März, sie wurde jedoch offiziell noch nicht bestätigt. Seit Ende 2022 billigte die Netanjahu-Regierung bereits 68 illegale Siedlungen.
Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 6. Jahrestags des vereitelten Putschversuchs spricht der türkische Präsident Erdoğan in Istanbul zur Nation.
Ömer Halisdemir gilt in Türkiye als Ikone des Widerstands. Nachdem der Offizier dem Auftrag folgte, einen Putsch-General zu töten, wurde der Wendepunkt in der Nacht des 15. Juli eingeleitet. Der Staatsstreich konnte verhindert werden - Halisdemir selbst kam dabei ums Leben.
In der Nacht des 15. Juli 2016 wurde Türkiye auf die härteste Bewährungsprobe ihrer jüngsten Geschichte gestellt: Ein Putschversuch. Es starben 251 Menschen, über 2000 wurden verletzt.
In der Nacht des 15. Juli 2016 wurde Türkiye auf die härteste Bewährungsprobe ihrer jüngsten Geschichte gestellt: Ein Putschversuch. Es starben 251 Menschen, über 2000 wurden verletzt.
Finnland und Schweden haben auf dem NATO-Gipfel in Madrid eine Absichtserklärung unterzeichnet, die auf die Forderungen von Türkiye eingeht. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, dass die Bekämpfung von Terrororganisationen die Verantwortung aller Bündnispartner sei.
Frankreich erhält erstmals seit 30 Jahren wieder eine Frau an der Spitze der Regierung. Präsident Emmanuel Macron ernannte die bisherige Arbeitsministerin Élisabeth Borne (61) am Montag zur neuen Premierministerin. Borne stand lange den Sozialisten nahe und schloss sich 2017 der von dem Liberalen Macron neugegründeten Partei La République en Marche an.
Nach Beamtenlaufbahn in die Politik
Borne folgt auf Premier Jean Castex, der mit seiner Regierung zuvor den Rücktritt eingereicht hatte. Der Schritt gilt in Frankreich als Formalie nach einer Präsidentenwahl. Macron war vor gut drei Wochen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Erste und bisher einzige Premierministerin Frankreichs war Édith Cresson, die das Amt von Mai 1991 bis April 1992 innehatte.
Die gebürtige Pariserin Borne absolvierte eine Ingenieurhochschule und arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Ministerien sowie bei der Staatsbahn SNCF und den Pariser Verkehrsbetrieben. 2017 wurde sie zunächst beigeordnete Ministerin, 2019 dann Ministerin für ökologischen Wandel und 2020 Arbeitsministerin.
Macron hatte sich in der zweiten Wahlrunde knapper als von seinem Lager gewünscht gegen die rechtsnationale EU-Kritikerin Marine Le Pen durchgesetzt. Das Wahlergebnis war auch ein Hinweis für den bröckelnden Rückhalt, den der Staatschef in der Bevölkerung genießt. Viele im Land sind von seiner Politik enttäuscht oder frustriert. Weil schon in einem Monat mit den Parlamentswahlen die nächste Hürde für Macron ansteht, ist es für den Liberalen wichtig, mit einer neuen Regierung unter der neuen Premierministerin sowohl linke als auch konservative Wählerinnen und Wähler anzusprechen.
Borne als „gute Technikerin“ - Signal nach links?
Schon länger hatte Macron durchblicken lassen, gerne eine Frau an die Spitze seiner neuen Regierung stellen zu wollen. Borne entspricht dabei seinem Wunsch, den Posten mit einer Person zu besetzen, die sich der sozialen Frage, den Umweltherausforderungen sowie der Produktivität verpflichtet fühlt. Borne gilt als kompetente, loyale und diskrete Führungsperson mit Menschenkenntnis, der weniger an politischen Spielchen, und dafür mehr an Kenntnis der Dossiers und Themen gelegen ist. Sie wird als „gute Technikerin“ bezeichnet.
Mehrfach bewies Borne in letzter Zeit, Reformen auch gegen Widerstand durchsetzen zu können, im streik- und protestfreudigen Frankreich eine Qualität, die für Macron noch sehr wichtig werden dürfte. Trotz heftiger Proteste und Streiks boxte Borne 2018 Reformen bei der französischen Bahn durch. Ab 2020 standen die Rentenreform und die Reform der Arbeitslosenversicherung auf ihrer To-Do-Liste. Während die umstrittene Rentenreform wegen der Corona-Krise aufgeschoben wurde, wurden die Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung umgesetzt.
„Ich bin eine linksgerichtete Frau. Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind die Kämpfe meines Lebens“, sagte die neue Premierministerin kürzlich in einem Interview. „Jedem zu helfen, sich durch Arbeit zu emanzipieren, ist ein linker Wert.“
Während die extreme Rechte nach den Misserfolgen ihrer führenden Persönlichkeiten Marine Le Pen und Éric Zemmour anhaltend zersplittert ist und bei den Parlamentswahlen keine Rolle spielen dürfte, ist es dem Drittplatzierten des ersten Wahlgangs, dem Linksradikalen Jean-Luc Mélenchon, gelungen, dafür ein breites Linksbündnis auf die Beine zu stellen. Dieses könnte dem Macron-Lager zumindest im ersten Durchgang der Parlamentswahlen Kopfzerbrechen bereiten. Die Ernennung Bornes dürfte daher auch ein taktisches Signal Macrons an potenzielle Linkswähler sein.
Am Montagmorgen kam es über Teilen von Deutschland zu einer totalen Mondfinsternis. Bei einer solchen zieht sich der Erdschatten über den Mond und verfinstert diesen. Auf diese Weise entstehen faszinierende Bilder. Den sogenannten Blutmond konnte man in Deutschland nicht wirklich gut beobachten, in den USA war dieser hingegen deutlich sichtbar.
Vor zehn Jahren flog die Terrorgruppe NSU auf. Die Rechtsextremisten ermordeten zehn Menschen und verübten Anschläge. Am 4. November 2011 nahmen sich Mundlos und Böhnhardt das Leben. Auch nach Jahren gilt der NSU-Komplex als unaufgeklärt.
TRT Deutsch
Die italienische Wochenzeitung L’Espresso hat die Gewalt illegaler israelischer Siedler im besetzten Westjordanland auf ihre Titelseite gehoben – und damit bei pro-israelischen Stimmen für Aufruhr gesorgt.
Das Cover der Ausgabe vom Freitag zeigt einen bewaffneten israelischen Siedler in Militäruniform, der eine verzweifelte palästinensische Frau filmt. Die Ausgabe trägt den Titel „L’abuso“ (auf Deutsch: „Der Missbrauch“). Laut dem Magazin handelt es sich dabei um Aufnahmen von Oktober 2025. Das Bild zeige, wie illegale israelische Siedler während der Olivenernte palästinensische Dorfbewohner schikanierten. Unter dem Bild steht als Erklärung: „Die zionistische Rechte formt Groß-Israel“. Nur einen Tag vor der Veröffentlichung des Magazins hatte Israels Finanzminister Bezalel Smotrich einen Expansionsplan für „Groß-Israel“ angekündigt.
Kritik an dem Titelbild kam daraufhin von Israels Botschafter in Italien, Jonathan Peled. Er verurteilte die Darstellung und warf der Wochenzeitschrift eine Verzerrung der Realität vor.
Die Beziehungen zwischen Israel und Italien sind bereits belastet. Rom hatte vor einigen Wochen den israelischen Botschafter einbestellt, nachdem Israel Kardinal Pierbattista Pizzaballa den Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem für Palmsonntag verweigert hatte.
L’Espresso ist Italiens älteste noch erscheinende politische und kulturelle Wochenzeitschrift, gegründet 1955. Seit Oktober 2023 vertritt sie eine kritische redaktionelle Haltung gegenüber der israelischen Regierung.
1 month ago | [YT] | 871
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TRT Deutsch
Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich wettert gegen die Kritik des Bundeskanzlers Friedrich Merz an den israelischen Landraub-Plänen im Westjordanland. Merz solle sich stattdessen „tausendmal im Namen Deutschlands entschuldigen“, so Smotrich am Montag auf der Online-Plattform X. Er spielte dabei auf den Holocaust-Gedenktag am 14. April in Israel an.
Merz hatte kurz zuvor auf X über sein Telefongespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu informiert. „Ich bin zutiefst besorgt über die Entwicklungen in den palästinensischen Gebieten. In meinem Telefonat mit Ministerpräsident @netanyahu habe ich deutlich gemacht: Es darf keine De-facto-Annexion des Westjordanlands geben“, so Merz.
Smotrich forderte hingegen: „Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags sollte der deutsche Bundeskanzler sein Haupt neigen (...).“ Man werde „keine Anweisungen von heuchlerischen Führern in Europa akzeptieren, einem Kontinent, der erneut sein Gewissen und seine Fähigkeit verliert, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden“.
Die Zeiten, in denen Deutsche den Juden vorschrieben, wo sie leben durften und wo nicht, seien vorbei, betonte Smotrich und sprach von einer „Rückkehr ins Land Israel – unsere biblische und historische Heimat“. Dafür gebe es keine Entschuldigung.
Die Knesset hatte Gesetzentwürfe gebilligt, die die Anwendung israelischen Rechts im besetzten Westjordanland vorsehen. Experten sprechen von einer schleichenden Annexion – auch aufgrund der Übertragung von Verwaltungsbefugnissen von Militärs auf zivile Ministerien.
Israels Sicherheitskabinett genehmigte zuletzt 34 weitere illegale Siedlungen und Außenposten im besetzten Westjordanland. Medienberichten zufolge erfolgte die Genehmigung bereits im März, sie wurde jedoch offiziell noch nicht bestätigt. Seit Ende 2022 billigte die Netanjahu-Regierung bereits 68 illegale Siedlungen.
1 month ago (edited) | [YT] | 184
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TRT Deutsch
Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 6. Jahrestags des vereitelten Putschversuchs spricht der türkische Präsident Erdoğan in Istanbul zur Nation.
3 years ago | [YT] | 150
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TRT Deutsch
Ömer Halisdemir gilt in Türkiye als Ikone des Widerstands. Nachdem der Offizier dem Auftrag folgte, einen Putsch-General zu töten, wurde der Wendepunkt in der Nacht des 15. Juli eingeleitet. Der Staatsstreich konnte verhindert werden - Halisdemir selbst kam dabei ums Leben.
3 years ago | [YT] | 161
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TRT Deutsch
In der Nacht des 15. Juli 2016 wurde Türkiye auf die härteste Bewährungsprobe ihrer jüngsten Geschichte gestellt: Ein Putschversuch. Es starben 251 Menschen, über 2000 wurden verletzt.
3 years ago | [YT] | 78
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TRT Deutsch
In der Nacht des 15. Juli 2016 wurde Türkiye auf die härteste Bewährungsprobe ihrer jüngsten Geschichte gestellt: Ein Putschversuch. Es starben 251 Menschen, über 2000 wurden verletzt.
3 years ago | [YT] | 87
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TRT Deutsch
Finnland und Schweden haben auf dem NATO-Gipfel in Madrid eine Absichtserklärung unterzeichnet, die auf die Forderungen von Türkiye eingeht. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, dass die Bekämpfung von Terrororganisationen die Verantwortung aller Bündnispartner sei.
3 years ago | [YT] | 48
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TRT Deutsch
Frankreich erhält erstmals seit 30 Jahren wieder eine Frau an der Spitze der Regierung. Präsident Emmanuel Macron ernannte die bisherige Arbeitsministerin Élisabeth Borne (61) am Montag zur neuen Premierministerin. Borne stand lange den Sozialisten nahe und schloss sich 2017 der von dem Liberalen Macron neugegründeten Partei La République en Marche an.
Nach Beamtenlaufbahn in die Politik
Borne folgt auf Premier Jean Castex, der mit seiner Regierung zuvor den Rücktritt eingereicht hatte. Der Schritt gilt in Frankreich als Formalie nach einer Präsidentenwahl. Macron war vor gut drei Wochen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Erste und bisher einzige Premierministerin Frankreichs war Édith Cresson, die das Amt von Mai 1991 bis April 1992 innehatte.
Die gebürtige Pariserin Borne absolvierte eine Ingenieurhochschule und arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Ministerien sowie bei der Staatsbahn SNCF und den Pariser Verkehrsbetrieben. 2017 wurde sie zunächst beigeordnete Ministerin, 2019 dann Ministerin für ökologischen Wandel und 2020 Arbeitsministerin.
Macron hatte sich in der zweiten Wahlrunde knapper als von seinem Lager gewünscht gegen die rechtsnationale EU-Kritikerin Marine Le Pen durchgesetzt. Das Wahlergebnis war auch ein Hinweis für den bröckelnden Rückhalt, den der Staatschef in der Bevölkerung genießt. Viele im Land sind von seiner Politik enttäuscht oder frustriert. Weil schon in einem Monat mit den Parlamentswahlen die nächste Hürde für Macron ansteht, ist es für den Liberalen wichtig, mit einer neuen Regierung unter der neuen Premierministerin sowohl linke als auch konservative Wählerinnen und Wähler anzusprechen.
Borne als „gute Technikerin“ - Signal nach links?
Schon länger hatte Macron durchblicken lassen, gerne eine Frau an die Spitze seiner neuen Regierung stellen zu wollen. Borne entspricht dabei seinem Wunsch, den Posten mit einer Person zu besetzen, die sich der sozialen Frage, den Umweltherausforderungen sowie der Produktivität verpflichtet fühlt. Borne gilt als kompetente, loyale und diskrete Führungsperson mit Menschenkenntnis, der weniger an politischen Spielchen, und dafür mehr an Kenntnis der Dossiers und Themen gelegen ist. Sie wird als „gute Technikerin“ bezeichnet.
Mehrfach bewies Borne in letzter Zeit, Reformen auch gegen Widerstand durchsetzen zu können, im streik- und protestfreudigen Frankreich eine Qualität, die für Macron noch sehr wichtig werden dürfte. Trotz heftiger Proteste und Streiks boxte Borne 2018 Reformen bei der französischen Bahn durch. Ab 2020 standen die Rentenreform und die Reform der Arbeitslosenversicherung auf ihrer To-Do-Liste. Während die umstrittene Rentenreform wegen der Corona-Krise aufgeschoben wurde, wurden die Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung umgesetzt.
„Ich bin eine linksgerichtete Frau. Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind die Kämpfe meines Lebens“, sagte die neue Premierministerin kürzlich in einem Interview. „Jedem zu helfen, sich durch Arbeit zu emanzipieren, ist ein linker Wert.“
Während die extreme Rechte nach den Misserfolgen ihrer führenden Persönlichkeiten Marine Le Pen und Éric Zemmour anhaltend zersplittert ist und bei den Parlamentswahlen keine Rolle spielen dürfte, ist es dem Drittplatzierten des ersten Wahlgangs, dem Linksradikalen Jean-Luc Mélenchon, gelungen, dafür ein breites Linksbündnis auf die Beine zu stellen. Dieses könnte dem Macron-Lager zumindest im ersten Durchgang der Parlamentswahlen Kopfzerbrechen bereiten. Die Ernennung Bornes dürfte daher auch ein taktisches Signal Macrons an potenzielle Linkswähler sein.
4 years ago | [YT] | 19
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TRT Deutsch
Am Montagmorgen kam es über Teilen von Deutschland zu einer totalen Mondfinsternis. Bei einer solchen zieht sich der Erdschatten über den Mond und verfinstert diesen. Auf diese Weise entstehen faszinierende Bilder. Den sogenannten Blutmond konnte man in Deutschland nicht wirklich gut beobachten, in den USA war dieser hingegen deutlich sichtbar.
4 years ago | [YT] | 34
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TRT Deutsch
Vor zehn Jahren flog die Terrorgruppe NSU auf. Die Rechtsextremisten ermordeten zehn Menschen und verübten Anschläge. Am 4. November 2011 nahmen sich Mundlos und Böhnhardt das Leben. Auch nach Jahren gilt der NSU-Komplex als unaufgeklärt.
#nsu #mordserie
4 years ago | [YT] | 83
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